FARBE IST LICHT

Farbe ist das Ergebnis eines subjektiven Wahrnehmungsprozesses. Dabei werden sichtbare elektromagnetische Schwingungen unterschiedlichster Wellenlänge (mit anderen Worten: Licht) von Gegenständen und Oberflächen aufgrund ihrer Molekularstruktur zum Teil absorbiert, zum Teil aber in unsere Augen reflektiert.
 
Diese visuellen Reize gelangen über Nerven an das Gehirn, wo Farberlebnisse und Farbempfindungen als Resultat des komplexen physiologischen Sehvorganges entstehen.

Die für uns sichtbare Umwelt ist tatsächlich völlig farblos. Farben "entstehen" erst im Kopf des Menschen und werden deshalb individuell unterschiedlich wahrgenommen. Dies erklärt auch,
warum Farben von Mensch zu Mensch unterschiedliche,
automatisch-unbewußte Reaktionen, Gedanken und Assoziationen auslösen können.
 
Bereits Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832) erkannte, daß die harmonische oder disharmonische Wirkung von Farben auf der subjektiven Wahrnehmung jedes Einzelnen beruht. Voraussetzung dazu ist jedoch reflektierendes Licht. Ohne Licht kann Farbe nicht als solche gesehen werden - denn: Farbe selbst ist Licht!